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Zuspiel

Die nachfolgenden Ratschläge sind Teil der Fortbildungskurse von
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und dem Kursleiter Daniel Frey zu verdanken.

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Vorschläge für praxisgerechtes Zuspiel

Allgemeine Bemerkungen zum Zuspiel

Der Tennislehrer muss fähig sein, sein Zuspiel dem Schüler (seiner Spielerkategorie) und der aktuellen Lernsituation anzupassen.

  • Regelmässigkeit im Zuspiel ist v.a. während der Lernstufe „Erwerben und Festigen” sinnvoll. Sehr regelmässiges Zuspiel über längere Zeit ist aber eher zu unterlassen.
  • Der Tennislehrer hat in vielen Situationen das Spiel eines möglichen Trainingspartners oder Gegners zu simulieren.
  • Das Zuspiel aus dem Ballkorb sollte daher im Einzelunterricht eher selten angewandt werden. Wenn immer möglich ist die Variante „Mitspielen” einzusetzen, denn dann bleibt der Spielcharakter erhalten und der Schüler erlebt aufgrund der Reaktion des Tennislehrers die Wirkung seines Schlages.
  • Wo neue Lerninhalte vermittelt werden sollen (z.B. Topspin), muss anfänglich die Distanz wieder deutlich verkleinert und durch gewölbte Flugbahnen genügend Zeit gegeben werden.
  • Im Folgenden sind die wichtigsten Lemsituationen aufgelistet, welche der Tennislehrer für seine Schüler ermöglichen sollte, nach Spielerkategorien unterteilt und ohne Anspruch auf Vollständigkeit.
     

Nötige Zuspielfähigkeiten für die Spielerkategorie  „Anfänger I“
(Meist mit recht stark gewölbten Flugbahnen und eher für späte Treffpunkte)

  • Für Treffpunkte in mittlerer Distanz zum Körper / nah am Körper / weit weg vom Körper
  • Für Treffpunkte leicht vor dem Körper / deutlich vor dem Körper / eher hinter dem Körper
  • Für mittelhohe / tiefe / hohe Treffpunkte
  • Für Bremsen / leicht Beschleunigen
  • Mit angepasstem / etwas schnellerem / langsamerem Tempo
  • Für Kombinationen der oben erwähnten Unterscheidungen
  • Alle oben erwähnten Unterscheidungen auch für Volley
  • Für Smash nach Absprung / direkten Smash
  • Für Schlagverbindungen und taktische Entscheidungen
  • Alle oben erwähnten Unterscheidungen auch mit unterschiedlichen Standorten: weiter hinten / weiter vorn, mehr rechts / mehr links
  • Alle oben erwähnten Unterscheidungen mit Zuspiel nach Absprung / mit Volley
  • Wo bei oben erwähnten Unterscheidungen sinnvoll auch mit Service
     

Nötige Zuspielfähigkeiten für die Spielerkategorie  „Anfänger II“
(Meist mit etwas weniger gewölbten Flugbahnen und eher für späte oder etwas frühere Treffpunkte)

  • Siehe oben, aber jetzt alles etwas schwieriger, u.a. mit grösseren Distanzen und zusätzlich:
  • mit mehr Winkel
  • Mit deutlicheren Rhythmuswechsel und vermehrt für taktische Entscheidungen
  • Für Stoppball
     

Nötige Zuspielfähigkeiten für die Spielerkategorie _Fortgeschrittene I“
(Flugbahnen können je nach Lernziel von hoch bis recht flach deutlich variieren)

  • Siehe oben, aber noch deutlichere Unterscheidungen und zusätzlich
  • Für Drallformen
  • Mit leichtem Drall (Topspin und Slice)
  • Für Treffpunkte absichtlich spät / ca. auf höchstem Punkt / im Aufstieg
  • Für rh-Volley
  • Für Volley-Stoppball
  • Für neue Schlagverbindungen
  • Für neue Returnvarianten
  • Als Simulation eines möglichen Gegenspielers (z.B. Slice mit „abgehackter Bewegung)
     

Nötige Zuspielfähigkeiten für die Spielerkategorie _Fortg.II“ und gute Spieler”
(Flugbahnen von sehr hoch bis enorm flach, je nach Lernsituation)

  • Siehe oben, alles nochmals eine Stufe schwieriger und zusätzlich:
  • Für Notsituationen noch extremer
  • Für Sprungsmash
  • Für das Erlaufen eines guten Lobs
  • Für Rückhand-Smash
  • Mit starkem Drall (Topspin und Slice)
  • Für noch variantenreicheres Retournieren (Für Blocken / Winkel / Stopp / Lob / frühe oder späte Treffpunkte; bei Big-Game-Spiel in die Füsse des Gegners; ...)
     

Konkrete Beispiele für den Praxisblock


Lehrer / Schüler

Lange Bälle, eher flach / sehr lang und hoch
Lange Bälle / Volley vor Grundlinie

Lange Bälle im Aufstieg auf Grundlinie
Lange Bälle im Aufstieg auf Grundlinie

Lange, abgebremste Bälle
Beschleunigen mit hohem Treffpunkt

Tiefe Volley oder 1/2-Volley für hohe Treffpunkte
Volley mit hohen Treffpunkten in Füsse des Lehrers

2 m hinter Service-Linie, für 1/2-Volley
1/2-Volley, wenn möglich in Füsse des Lehrers

Volley cross lang / Volley longline, langsamer
cross lang / kurz cross mit anderem Schlag

Longline, relativ hoch / longline tief
Volley longline / Stopp-Volley cross

Relativ flach und schnell / höher und langsamer
tiefe Volley hinter Service-Linie / Topspin-Volley

Return longline hoch lang, 2. Ball etwas kurz
Service nach aussen, 2. Ball hoch retour, 3. Ball Winner

Service nach aussen, 2. Ball cross
Retum cross lang, 2. Ball wenn günstig longline

Service nach innen, 2. Ball longline
Return leicht cross, 2. Ball cross oder inside-out

2. Service nach aussen, 2. Ball Lob oder sehr flach
Retum longline und Angriff ans Netz, 2. Ball Smash oder Stopp-Volley (falls günstig)

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