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Weiterbildung
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Ein Resumé

Baden102

Die im Bereich von Jugend und Sport tätigen Tennislehrer sind alle zwei Jahre angehalten einen Fortbildungskurs zu besuchen. Ein richtige Massnahme wie ich meine, besonders da es auch teilweise um Steuergelder geht, die rechtlich verantwortet werden müssen.

Wie nicht anders zu erwarten, war aus organisatorischen Gründen kein Grund zu irgend welchen Klagen zu erwarten. Inhaltlich waren die Ausführungen vom Marcel K. Meier über die Bürokratie bzw. der Organsation Jugend und Sport von VBS (Verteidigungsministerium) umfassend und nachvollziehbar. Besonders die Ansätze des Einbaus von polysportiven Elementen in allen Sportarten scheint mir eine besonders erfolgreiche Strategie zur Behebung des Bewegungsmangels der Kinder und Jugendlichen zu sein. Sämtliche Massnahmen dem Trend zum Übergewicht aller gesellschaftlicher Gruppen rechtzeitig entgegen zu treten um zukünftige gesundheitliche Probleme zu vermeiden, verdienen 100%tige Unterstützung.


Gerade die Aspekte zur Gesundheit im Leistungs- wie im Breitensport, sind mir aber im tennisspezifischen Teil des Kurses nicht ausreichend berücksichtigt worden. Zur Lancierung einer technischen Diskussion auf Anregung von Daniel Frey, warf ich die Frage auf, wie “saubere” Beinarbeit bei SwissTennis definiert wird. Meine Ansicht, dass der “richtige” Fuss bei der Vorhand der Linke sei, wurde von einem Kollegen mit tschechischen Akzent und einem deutschen Kollegen widersprochen. Bei den Beiden war richtiger Fuss nicht richtig. Beide propagierten die offene Beinstellung, weil diese als dynamischer angesehen sein soll.
Diese Meinung teile ich explizit nicht, denn bei einer einhändigen Rückhand kommt kaum ein Tenniskünstler auf die Idee einer “offenen” Beinstellung das Wort zu reden ohne sich zu blamieren.
In einer derart körperlich einseitigen Sportart, die Tennis nun einmal ist, sollten alle Körperteile nach Möglichkeit eingesetzt werden, die auch eingesetzt werden können, damit spätere Körperschäden nach übergrosser Beanspruchung keine Spätfolgen zeitigen. Die “offene” Beinstellung ist nicht à priori falsch, aber meistens ein simple physische Schwäche oder “Bequemlichkeit”, die einer besonderen Präzision und Kontrolle nicht sonderlich dienlich ist.

Meine Erfahrungen, besonders im Bereich der mittleren Leistungsklassen, zeigen glasklar, dass bei der Vorhand der linke Fuss für die richtige Schlagdistanz nicht zu überbieten ist. Von gesundheitlichen Aspekten gar nicht zu reden. Wenn Vorhand und Rückhand auf dem gleichen rechten Fuss stehend geschlagen wird, sind Schäden an Knie- wie an Hüftgelenk nur eine Frage der Zeit. Die Verletztenliste der Spitzenspieler spricht da eine eigene Sprache, wenn ausschliesslich der Punktgewinn als das Mass aller Dinge angesehen wird.

Zur 1. NTV-Trainertagung trafen sich am 6. Oktober 60 von 74 eingeladenen Verantwortliche. Es galt neue innovative Ideen im Bereich der Sportförderung zum Leistungs- bzw. Spitzensport vorzustellen. Diese Überlegungen machten deutlich, dass ohne der Basis, also den Vereine, kein finanziell förderungsfähiger Spitzensport in Sachen Tennis möglich sein würde.

Baden202

 

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